Bildunterschrift (Titelbild):
Die Mitglieder der erweiterten Ausschusssitzung des LV Württemberg-Hohenzollern nach erfolgreicher Sitzung.
Foto: Wilhelm Bauer
Nehren als Mittelpunkt der württembergischen Rassegeflügelzüchter
Neben der jährlichen LV-Schau ist der sogenannte Landeszüchtertag ein Höhepunkt im Landesverband Württemberg-Hohenzollern. In diesem Jahr fand er im KV Tübingen-Horb, in Nehren statt. Traditionell findet am Freitagabend die LV-Ausschusssitzung statt, bei der noch einmal der genaue Ablauf durchgegangen und schlussendliche Abstimmungen vorgenommen werden. Weit nach Mitternacht ging es ins Bett, ehe am Samstagmorgen die ganzen Unterlagen für die verschiedenen Kreisverbände im Vereinsheim des KlZV Nehren hergerichtet wurden. Nach dem Mittag sind dann die ganzen Kreisverbandsvorsitzenden vor Ort zur erweiterten Ausschusssitzung. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Sitzung war die Einigung auf einen neuen Landesverbands-Ehrenpreis. Die seitherigen Silbermünzen waren selbst in abgeänderter Version schlicht und einfach nicht mehr finanzierbar. Daran sieht man, dass auch unsere Freizeitbeschäftigung die Folgen des Ukraine-Krieges und den daraus resultierenden steigenden Rohstoffpreis tragen muss. Die Entscheidungsträger einigten sich auf einen Geldpreis in Höhe von 20 € zuzüglich einer Urkunde. Da die Jugendleiter einen haptischen Preis wünschten, wird hier zukünftig eine Medaille vergeben. Allgemein wird von den Kreisvorsitzenden von schwindenden Mitgliederzahlen berichtet, auf der anderen Seite aber auch von sehr engagierten Vereinen. Völliges Unverständnis wurde über die derzeitige Situation im BDRG geäußert. Hier müssen die Verantwortlichen ihre Hausaufgaben machen, um den BDRG nach außen würdig vertreten zu können. Die Schaugenehmigungen beziehungsweise die Rückläufer kommen teilweise in sehr mangelhaftem Zustand zurück. Auch zukünftig werden die Preisrichter die Bewertung nicht beginnen, wenn die Schaugenehmigung nicht zur Unterschrift vorliegt.
Der Ringbezug wird im laufenden Jahr wohl höher liegen, als in 2025, was ein sehr erfreuliches Signal ist. Ein Rundumblick zum Tier- und Artenschutz machte deutlich, dass wir in Württemberg-Hohenzollern hier absolut auf dem Laufenden sind.
Der Rückblick der ersten gemeinsamen Kleintierschau Baden-Württemberg in Offenburg gestaltete sich sehr positiv. Und man war sich einig, dass das auch in Zukunft angegangen werden muss. Die Weichen mit Terminen sind bereits festgelegt, wobei als Ausrichter immer wieder ein anderer Landesverband agiert. 2027 ist das der LV Württemberg-Hohenzollern – Geflügel.
Eine komplette Zusammenfassung des Verbandsgeschehens im letzten Jahr ist wieder dem „Das Gefiederte“ zu entnehmen, das jeder Verein bekommt und vom 2. LV-Vorsitzenden, Rainer Barth, wieder pünktlich zum Landeszüchtertag erstellt wurde.
Am Samstagabend fand ein geselliger Züchterabend in der Festhalle in Nehren statt, die vom KV Tübingen-Horb ausgerichtet wurde. Sonja Biesinger und ihre Mannschaft hatten alles bestens organisiert, was man auch bei der Jahreshauptversammlung am Sonntagmorgen feststellen konnte. Dass auch das Rahmenprogramm passte, wurde alleine schon dadurch deutlich, dass die Mitreisenden erst nach dem Ende von der Stadtbesichtigung und Stocherkahnfahrt in der Universitätsstadt Tübingen zurückkamen. Aber auch die Jahreshauptversammlung hatte Einiges zu bieten. Alle LV-Vorsitzenden der Verbände in Baden-Württemberg, also Walter Weisser (LV Geflügel Baden), Ulrich Hartmann (LV Kaninchen Württemberg-Hohenzollern) und Jörg Hess (LV Kaninchen Baden) waren zu Gast und brachten in ihren Grußworten die sehr gute Zusammenarbeit auf den Punkt. Jürgen Krauß als Kassierer konnte von einer weiterhin stabilen Kassenlage berichten. Wie üblich nehmen die Ehrungen einen großen Teil ein. Auch in diesem Jahr konnten gleich mehrere Zuchtfreunde zum Meister der Württembergischen Rassegeflügelzucht ernannt werden. Dazu kamen gleich mehrere Verleihungen mit den Ehrennadeln des LV und BDRG. Im Nachgang der 1. Kleintierschau Baden-Württemberg wurden hier auch die diversen Leistungspreise und Ehrenbänder zum Baden-Württemberg-Meister beziehungsweise des Baden-Württembergischen-Champions vergeben. Es war also diesbezüglich ein richtiges Fest, das nicht zuletzt durch die erst kürzlich ernannte und anwesende Staatssekretärin, Sarah Schweizer, MdL, gekrönt wurde. Die leidenschaftliche Jägerin machte in ihren Grußworten deutlich, dass die Politik für die Menschen da ist und nicht andersherum. Das Land Baden-Württemberg will sich in Berlin für die Möglichkeit zum Impfen von Rassegeflügel einsetzen und auch zukünftig im Hinblick auf die Vogelgrippe-Problematik weitsichtig agieren. Für die Anwesenden wurde deutlich, dass mit Sarah Schweizer eine Frau der Praxis zu Gast war, die sich nicht nur durch ein großes Wissen sondern auch eine ungeheure Nähe zu den Züchtern auszeichnete. Kurzum, die Teilnehmer waren wirklich begeistert.
Die turnusmäßigen Wahlen brachten beim 1 Vorsitzenden (Hansjörg Opala), 2. Vorsitzenden (Rainer Barth), Schriftführer (Claus Benzinger), Kassierer (Jürgen Krauß), Pressewart (Wilhelm Bauer), Tier- und Artenschutz (Dr. med. vet. Uwe Bamberger), Zuchtanlagenbezuschussung (Rudolf Walter), Käfiglagerverwalter (Herbert Albrecht) und Mitgliederverwaltung (Hansjörg Opala) keinerlei Veränderungen. Der plötzliche Tod von Gerhard Stähle als Landeszuchtwart und Schulungsleiter machte hier eine Neubesetzung nötig. Mit Manuel Kühnhöfer konnte hier eine optimale Lösung gefunden werden. Ist er doch als aktiver Züchter, Preisrichter und KV-Vorsitzender eng an den Züchtern. Neben den Kassenrevisoren Karl-Heinz Höll und Rainer Schweizer wurden Herbert Bross und Thorsten Kellermann in dieses Amt gewählt. Darüber hinaus wurden Dietmar Seitz (LV-Jugendleiter) und Günter Schreiber (LV- Ringverteiler) in ihren Ämtern bestätigt. Außerdem wurde Thomas Sonntag zum Beisitzer in das LV-Ehrengericht berufen.
Willi Seid, Vorsitzender des KV Freudenstadt, gab einen kurzen Ausblick auf den Landeszüchtertag 2027, der in Mitteltal stattfinden wird. Mit großen Worten des Dankes konnte Hansjörg Opala die stellvertretende KV-Vorsitzende, Sonja Biesinger, bedenken, die federführend die gesamte Organisation über die Tage hatte. Das bedeutete unendlich viel Arbeit, dass alles so reibungslos verlaufen konnte. Der Landeszüchtertag in Nehren war wieder einmal eine überaus aktive Veranstaltung und zeigte zum wiederholten Mal, dass der LV Württemberg-Hohenzollern auf einem gesunden Fundament steht und bereit ist, die Herausforderungen der Zeit nicht nur anzunehmen, sondern auch zu gestalten.
Wilhelm Bauer
LV-Pressewart.